Andrea Diefenbach

Moldova

2020 | Fotografie
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Moldova (Arbeitstitel)

Hin und her gerissen zwischen der Europäischen Union und Russland ist die Republik Moldau, ähnlich wie die Ukraine, ein Spielball geopolitischer und ökonomischer Interessen Moskaus und Brüssels. Der Strukturwandel vollzieht sich nur schleppend, allen voran bedingt durch den eingefrorenen Konflikt in der pro-russischen separatistischen Region Transnistrien sowie durch staatliche Korruption und organisierte Wirtschaftskriminalität. Derzeit ist das Land politisch instabiler denn je, allein im vergangenen Jahr wurden fünf Premierminister ausgetauscht und das Land droht im Würgegriff der Oligarchen zu ersticken.

Auf der Suche nach der sozialen Identität Moldovas reiste ich durch sämtliche Teile des kleinen Landes, besuchte Orte oder Veranstaltungen, die mich interessierten, stolperte dabei über neue Orte und Begebenheiten, begegnete Menschen, hörte zu und trank Hauswein.

Die Reise wurde zu einer fotografischen Zeitreise, ein Einblick in eine verschwindende Poesie. In ruhigen, manchmal skurrilen, manchmal beinahe zärtlichen Beobachtungen habe ich die Begegnungen festgehalten und den ländlichen Lebensraum dokumentiert, der westlich geprägten Zivilisationsmenschen wie eine Idylle erscheinen muss, in der die Zeit stehen geblieben ist.

Moldova
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  • Autorenfoto Andrea Diefenbach
    Andrea Diefenbach (*1974) hat 2006 ihr Studium mit der Serie "Aids in Odessa" an der Fachhochschule Bielefeld beendet. Die Arbeit wurde bei der Plat(t)form 2007 des Fotomuseums Winterthur ausgewählt und ehrenvoll erwähnt, gewann den Wüstenrot...